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Die Redaktion

Dreimal Gastfamilie und nicht bereut

Wie genau kann das Leben mit einem Austauschschüler aussehen? Eine YFU-Gastfamilie berichtet über ihr Leben mit ihrem neuen Kind auf Zeit.

Wer sich dazu entschließt, einen Gast aus einer fremden Kultur aufzunehmen, bereichert sich und seine Familie. Mit Einfühlungsvermögen, Verständnis und Toleranz gelingt der Einblick in eine fremde Kultur – auf beiden Seiten. Nicht nur der Austauschschüler gewinnt neue Eindrücke und Erfahrungen, auch für die Gastfamilie kann der Austausch zu einem Erlebnis der besonderen Art werden. Aber wie genau kann das Leben einer Familie aussehen, die sich zu dem Schritt entschlossen hat, einen Austauschschüler aus einem anderen Land aufzunehmen? Familie R. aus Oberösterreich, die bereits drei Austauschschüler der Austauschorganisation YFU aufgenommen hat, berichtet:

Bereits seit ihrem 12. Lebensjahr interessierte sich unsere Tochter für das Thema Schüleraustausch und wollte selbst gern an einem Austauschprogramm teilnehmen. So kam es, dass unsere Familie beschloss, selbst einen Austauschschüler aufzunehmen, allein um zu sehen, wie so ein Programm abläuft und auch wie sich der zuständige Verein um die Schüler bemüht.

Da wir ein sehr offenes Haus sind, wo jeder willkommen ist, gab es selbst am Anfang keine Schwierigkeiten oder Probleme. Von Beginn an haben wir das neue Kind als unser eigenes angesehen und ihm die erste Zeit geholfen, sich einzugewöhnen. Dabei half vor allem unsere Familienkonferenz: die findet fast jeden Sonntag beim Mittagessen statt und jeder darf erzählen was ihn bedrückt und natürlich auch, was ihm gefällt. Auch unsere Töchter waren immer sehr stolz auf das neue Familienmitglied.

Neben den vielen Erlebnissen und dem kulturellen Austausch gibt es viele schöne Momente: wenn man nach kurzer Zeit Mama und Papa genannt wird, der Austauschschüler seine Gastgeschwister als seine eigenen Geschwistern ausgibt, Oma und Opa auch so genannt werden, innige Umarmungen, Sorgenaustausch,...

Schade nur dann, wenn das Jahr zu Ende geht. Es ist jedes Mal ein Drama mit vielen Tränen, jedoch halten wir immer gegenseitig Kontakt und erzählen uns auch später noch Sorgen und Freuden und besuchen uns. Gastfamilie zu sein ist schön, schwer, emotional und einfach gut für eine Familie.

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