vom 15.2.2022 14:52
A. S.

Negative Erfahrungen mit DFSR und CETUSA - nicht empfehlenswerte Organisationen

Sehr geehrtes Team von DFSR,

vielen Dank für Ihre Antwort! Ich habe sehr wohl auch eigene Fehler eingeräumt. Es stimmt nicht, dass ich nur eine "sehr einseitige Darstellung" gebe. Zum Beispiel habe ich Folgendes geschrieben:

"Doch leider verlief es nicht jeden Tag so gut. Der Druck, den DFSR und CETUSA auf meine Eltern und diese dann auf mich verübt haben, wirkte sich auf meine mentale Gesundheit aus. Ich war an einigen Tagen leicht reizbar. So hatte ich einige Zeit nach dem Final Warning, an einem Montag, einen kleinen Wutausbruch beim Basketball. Das war sehr unnötig von mir, vor allem weil es nur um eine Kleinigkeit ging. Ich bin dann zu meinem Gastvater von der Sporthalle in das Schulgebäude gegangen und habe ihm gesagt, dass ich das alles hasse und nicht mehr mitmachen will. Ich habe im
Nachhinein selbst eingesehen, dass es mehr als dumm von mir war, weil ich bereits eine Warnung hatte."

Ich möchte jedoch noch einmal betonen, wie schlecht und einsam ich mich gefühlt habe. Ich habe mich Wochen lang nicht getraut, bei meiner Gastfamilie runterzugehen. Einige Tage lang konnte ich auch nichts mehr essen. Ich denke, das sagt alles darüber aus, wie sehr mit meiner Psyche gespielt wurde.
Immer wenn es Probleme gab, haben DFSR und CETUSA meinen Eltern gesagt, was sie mir bitte mitteilen mögen. Ich selbst war sehr schlecht informiert. Es war einfach alles andere als schön, jeden Tag mehrere Anrufe und SMS von meiner Mutter zu bekommen. Ich dachte, man solle den Kontakt nach Hause minimieren. Das hat aber überhaupt nicht geklappt. Sie können sich nicht vorstellen, wie das für einen Austauschschüler ist. Alles, was ich getan habe, hat meine Koordinatorin gemeldet. Ich konnte nie mit ihr über Probleme mit der Gastfamilie reden, weil sie zum einen freundschaftlich als auch kollegial mit meiner Gastfamilie verbunden war. Sowas ist kein guter Kulturaustausch.

Ich fühlte mich einfach nur unwohl - sowohl in der Gastfamilie als auch in der Schule, die alles andere als eine High School war, wie ich sie mir vorgestellt habe. Ich finde es unmöglich zu sagen, ich hätte alle "Hilfen" abgelehnt. Denn was waren denn die "Hilfen"? Es gab keine wirklichen Hilfen. Nichtsdestotrotz habe ich alles versucht, um mich einzuleben.
Wie möchten Sie außerdem beurteilen, wie die Situation wirklich war? Von DFSR als auch von CETUSA war keiner je vor Ort außer meinem gegen mich voreingenommenen Local Coordinator. Alles, was sie gesagt hat, wurde geglaubt, statt mich selbst zu Vorfällen zu fragen. Das ist nicht schön gewesen.

Ich möchte Sie auch noch einmal darauf hinweisen, was ich von anderen DFSR-Austauschschülern mitbekommen habe:

1. Auf WhatsApp meinten einige, CETUSA und DFSR würden ihren Eltern "Lügen" über sie erzählen.
2. Viele beschweren sich über CETUSA, weil CETUSA nie Probleme ernst nimmt und auch Gastfamilien- und Schulwechseln (wie auch bei mir) verweigern würde.
3. Oft meinten Leute, DFSR würde oft nicht oder nur mit großem Zeitabstand auf E-Mails reagieren.
4. Auch bei einigen Austauschschülern in anderen Ländern passieren ähnliche Vorfälle.

Viele schweigen auch, weil sie Angst haben, zurückgeschickt zu werden, wenn sie sich über Bedingungen beschweren.
Es ist wirklich schrecklich, wenn man ignoriert und hinter dem eigenen Rücken merkwürdige Sachen geschehen. Ich hoffe wirklich, dass Sie meine Bedenken zum Wohle aller Austauschschüler ernst nehmen und an einer Verbesserung des Services arbeiten und dass niemand mehr in einer Lage wie ich sein wird. Dazu gehört such ein persönlicherer Kontakt zum Austauschschüler.

Ihnen persönlich wünsche ich alles Gute!

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